Aufbau des EES-Baukastens
Der
EES-Baukasten ist ein Selbstbau-Experimentiersystem, welches kostengünstig
hergestellt werden kann. Durch das modulare Konzept, kann man elektronische
Experimente in allen denkbaren Bereichen der Elektronik durchführen.
Auf
dieser Seite wird Schritt für Schritt gezeigt, wie man die einzelnen Elemente
dieses Systems erstellen kann. Ein Doppelklick auf die Bilder öffnet eine
vergrößerte Darstellung.
Alle Experimentiersysteme benötigen eine Grundplatte wo die Aufbauten befestigt
werden. Auch der EES-Baukasten stellt hier keine Ausnahme dar. Bedingt durch den
Einfachen Aufbau ist man hier in der Wahl des Materials recht flexibel. Ich
empfehle hier PVC-Schaumplatten. Diese lassen sich leicht bearbeiten und sind
trotzdem recht stabil. Die Stärke sollte aber min. 5mm betragen, da bei dicht
gepackten Aufbau, das Ganze doch schon einiges an Gewicht aufbringen kann. Die
Kantenlänge sollte durch 20mm teilbar sein, so dass man mehrere Grundplatten
zusammen legen kann, also z.B. 320x220mm, 400x500mm usw.
|
Die
Grundplatte muss noch mit Löchern versehen werden. Hierbei sollte man
einen Bohrer mit 4mm wählen, damit die späteren Module locker
aufsteckbar sind.
Die Löcher beginnen 10mm vom Rand
und dann kommt alle 20mm ein weiteres Loch.
Zwischen den Löchern kann man z.B.
noch Gerätefüße anbringen, damit die Grundplatte einen vernünftigen
Stand hat. |
Das Schöne an einem Experimentiersystem ist es, dass man, neben der einfachen
Möglichkeit der Verdrahtung, auch die Anschlussbelegung der einzelnen
Bauelemente sofort erkennen kann. Dies ist bei komplexeren Modulen sogar
zwingend notwendig.
Für EES werden hierfür einfache Etiketten angefertigt, welche später auf die
Modulplatinen geklebt und durch die Bauteile etc. zusätzlich auf den Platinen
gehalten werden. Das anfertigen dieser Etiketten ist recht einfach.
Man druckt sich einfach die gewünschten Etiketten auf normalem Papier aus. Um
diese nun vor Verschmutzung zu schützen, werden diese mit klarer Folie
überklebt. Sehr gut geht z.B. selbstklebende Bucheinschlagfolie aus dem
Schreibwarenladen. Danach werden die einzelnen Etiketten noch zugeschnitten und
sind schon bereit zum Einsatz.
Es
ist natürlich Möglich die Etiketten nicht nur auf einfachem weißen Papier zu
drucken. Man kann natürlich auch jede andere Farbe wählen. Die Module auf diesen
Seiten wurden z.B. alle mit Creme-farbenen Papier versehen. Es ist z.B. aber
auch denkbar, dass man gepolte Bauteile auf rötlichen Papier druckt, damit man
sofort sieht, dass hier auf die Polarität zu achten ist. Oder man verwendet für
jede Bauteilgruppe eine andere Farbe. Da ist der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
|
Nachdem
man die Platine geätzt hat oder hat ätzen lassen, müssen die einzelnen
Teilplatinen heraus gesägt werden. |
|
Damit
man auf einen Blick erkennt, um welches Bauteil oder um welche Baugruppe
es sich handelt, muss noch das entsprechende Etikett zugeschnitten
werden, welche wir im letzten Kapitel angefertigt haben.
Dieses Etikett wird nun auf die
Bestückungsseite der Platine geklebt. Es muss natürlich darauf geachtet
werden, dass das Etikett in die richtige Richtung zeigt.
Zum aufkleben wird ein Klebestift
empfohlen, welche in jeden Schreibwarenladen zu bekommen ist. |
|
Nach
dem austrocknen des Klebers kann die Platine gebohrt werden. Für die
späteren Stiftleisten sollte man 1mm-Löcher bohren. In den Ecken sind
M3-Schrauben vorgesehen und diese sollten dann auf 3,2mm gebohrt werden.
Die Löcher für das gewünschte Bauteil, müssen natürlich je nach
Bauelement gebohrt werden. |
|
Je
nach gewünschten Bauelement, benötigt man natürlich das passende
Bauelement und für jeden Kontakt eine einreihige Stiftleiste mit 3 Pin.
Diese kann man problemlos von einer 30-poligen oder 36-poligen
Stiftleiste abbrechen. Am besten geht dies z.B. mit einer Spitzzange.
Will man ein größeres
Funktionsmodul aufbauen, so sind natürlich entsprechend mehrere Bauteile
und Stiftleisten nötig. |
|
Nun
kann man die Bauteile und die Stiftleisten einlöten. Bei komplizierten
Bauteilen oder bei größeren Baugruppen sollte jetzt die Bestückung
überprüft werden. Baugruppen
sollte man einmal in Betrieb nehmen und testen. |
|
Wenn
die Bestückung erfolgreich war, ist man nur noch wenige Handgriffe vom
fertigen Modul entfernt.
Damit man das Bauteil auf die
Grundplatte setzen kann, werden in den 4 Ecken jeweils eine Schraube
M3x10 oder M3x16 eingesetzt. Selbstverständlich mit Muttern und evtl.
Zahnscheiben auf der Lötseite befestigt. Längere Schrauben ermöglichen
es, die einzelnen Bauteile mit Muttern auf der Grundplatte zu
befestigen.
Welche Schrauben man verwendet,
bleibt dem Erbauer natürlich selbst überlassen. Wer es 'Edel' haben
möchte, verwendet z.B. Messing-Schrauben. Aber auch Kunststoffschrauben
sehen recht gut aus. Diese sind aber nicht so kostengünstig. |
|
Nach
dem Fertigstellen des Moduls, kann es dann in einer Schaltung eingesetzt
werden. Hierzu werden noch die passenden Kabel benötigt, dessen
Anfertigung im nächsten Kapitel beschrieben ist. |
|
Für
die Verbindungskabel benötigt man, neben der Litze 0,14 mm2,
Buchsenstecker-Gehäuse und die zugehörigen Kontakte. Die Buchsenstecker
sind z.B. im
Shop erhältlich.
Die Kabelenden sollten ca. 5mm
abisoliert werden.
Die Farbe der einzelnen Kabel
bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Ich empfehle für die
Spannungsversorgung festgelegte Farben und für die Verdrahtung ebenso
eine bestimmte Farbe. Wer möchte kann auch Farben für unterschiedliche
Schaltungsteile verwenden.
Ebenso sollte man sich auf
bestimmte Kabellängen festlegen. In der Praxis haben sich die Längen
5cm, 7,5cm, 10cm, 15cm, 20cm, 30cm und 50cm bewährt. |
|
Nun
kann man die Kabel an die Kontakte crimpen. Bei den Kontakten gibt es 2
Bereiche. Im hinteren Bereichen befindet sich die Zugentlastung. Die
Litze sollte man mit der Isolierung soweit hinein schieben, dass die
Zugentlastung diese umschließt.
Im vorderen Bereich, befindet sich
dann der Crimp-Bereich für den eigentlichen Kontakt. Hier sollte sich
natürlich die Kupferseele befinden.
Um die Kontakte zu crimpen kann
man eine Spitzzange verwenden. Dies erfordert ein klein wenig Übung,
also nicht verzweifeln, wenn die ersten Kontakte daneben gehen. Etwas
komfortabler geht dies natürlich mit einer
Crimp-Zange. Aber auch hier ist etwas
Übung nötig. |
|
Nun
kann man die Kontakte in die Gehäuse schieben. Ein leises Klicken verrät
einem, dass der Kontakt richtig ist. Beim einführen sollte man darauf
achten, dass dies sehr leichtgängig ist. Ansonsten kann es später zu
Kontaktschwierigkeiten kommen. Sollte das einschieben schwer gehen,
lieber noch einmal etwas nachcrimpen.
Muss der Kontakt irgendwann mal
wieder gelöst werden, so kann dies durch anheben der kleinen Lasche
erfolgen. Nur leicht anheben und schon lässt sich der Kontakt heraus
ziehen.
Wer hauptsächlich in der Digital-
und/oder Mikroprozessortechnik experimentiert, der sollte sich auch
mehrpolige Leitungen anfertigen, z.B. Kabel mit 4 oder 8 Polen.
Die auf diesen Seiten
vorgestellten Module benötigen alle eine Spannungsversorgung. Die
entsprechenden Kontakte werden auf den Modulen durchgeschleift, so dass
man mit kurzen Brücken den ganzen Aufbau versorgen kann. Hierfür kann
man sich auch passende Leitungen anfertigen. Es werden dazu 3-polige
Buchsenstecker benötigt, aber nur die äußeren Kontakte mit entsprechende
Kabel versehen. |