Beschreibung

 

Wer mit Mikrokontrollern oder Mikrorechnern arbeitet, wird immer wieder in die Verlegenheit kommen, dass ein Terminalprogramm benötigt wird. Insbesondere der auf diesen Seiten vorgestellte BasicBeetle benötigt für erste Programmentwicklungen ein Terminal.

 

Hierfür wird TKTerm entwickelt. Insbesondere für den BasicBeetle bietet dieses Programm einige besondere Werkzeuge. Es können z.B. BasicBeetle-Programme vom PC auf den Rechner geladen werden und natürlich auch vom BasicBeetle auf den PC gespeichert werden. TKTerm bietet auch einen Programmeditor an, womit die Programmentwicklung um einiges erleichtert wird. Fertige Anwenderprogramme können mit der Renumber-Funktion mit einheitlichen Zeilennummern versehen werden. Ebenso ist es möglich Binärdaten mit den DATA-Zeilengenerator in den Basic-Code einzubauen.

 

Aber auch das normale Arbeiten im Terminalfenster lässt sich z.B. mit verschieden Farben anpassen. So kann sich jeder die Farbwahl nach eigenem Wünschen gestalten.

 

 

Start von TKTerm

 

Um das Terminalprogramm TKTerm zu starten, muss man nur die .exe-Datei Terminal.exe aufrufen. Eine Installation ist nicht notwendig. Dadurch ist es möglich, das Terminalprogramm z.B. auf einen USB-Stick zu kopieren und auf jeden x-beliebigen PC mit Windwows (Ab Windows 98) zu starten. TKTerm hinterlässt auch keine Spuren auf den entsprechenden PC.

 

TKTerm arbeitet beim ersten Start mit 19200 Baud, 8 Datenbits, keine Parität, 1 Stopp-Bit auf der Schnittstelle Com1. Im Menüpunkt Einstellungen/Schnittstelle kann man jedoch eine andere Baudrate, von 300 bis 115200 Baud, wählen. Ebenso können die Com-Ports 1-9 gewählt werden.

 

Nach dem Start von TKTerm erscheint auch gleich das einfache Terminalfenster:

 

 

Nun kann man den BasicBeetle an die serielle Schnittstelle über ein Null-Modem-Kabel anschließen, wenn noch nicht geschehen. Ist keine serielle RS232-Schnittstelle am PC/Laptop vorhanden, funktioniert auch ein USB/RS232-Wandler. TKTerm geht davon aus, dass sich die serielle Schnittstelle auf COM1: befindet. Sollte dies nicht der Fall sein, kann man dies im Menüpunkt 'Einstellungen' ändern. Die Beschreibung hierfür befindet sich weiter unten.

 

Ist alles angeschlossen, kann der BasicBeetle gestartet oder zurück gesetzt werden. Dieser meldet sich dann ordnungsgemäß:

 

 

TKTerm ist nun bereit und sendet ab sofort jede Tastenbetätigung zum angeschlossenen Mikrorechner. Hierbei werden die Sondertasten in bestimmte Codes umgewandelt und dann zum Rechner gesendet. Die genauen Codes kann man bei den Steuercodes nachsehen.

 

Eingehende Zeichen werden im Terminalfenster dargestellt oder, wenn es sich um Steuercodes handelt, entsprechend ausgeführt. TKTerm verfügt unter anderem über einige einfache Steuercodes, aber auch Codes nach VT100 werden teilweise unterstützt. Ergänzt wurde das Ganze durch einige grafische Befehle womit auch Grafiken auf dem Terminal möglich sind.

 

 

Menüpunkt Datei

 

Um Programme auf den Mikrorechner zu laden oder vom Mikrorechner zu holen, gibt es den Menüpunkt Datei:

 

 

Mit Upload können Programme auf den Mikrorechner geladen werden. Es erscheint daraufhin die Dateiauswahlbox, die wohl bekannt sein dürfte. Da Programme unter TKTerm standardmäßig mit .lis versehen werden, wird diese Dateierweiterung auch hier vorgegeben. Sobald eine Datei ausgewählt wurde, wird die Übertragung gestartet. Man kann an dem Fortschrittsbalken erkennen, wie weit die Übertragung abgeschlossen ist. Es ist aber darauf zu achten, dass der Mikrorechner auch wirklich empfangsbereit ist. Ein Programm, welches sich auf dem Mikrorechner befunden hat, wurde gelöscht.

 

Durch Download lassen sich Programme vom Mikrorechner auf den PC übertragen. Hier wird man als erstes aufgefordert einen Dateinamen einzugeben. Anschließend erfolgt die Datenübertragung. Durch eine Anzeige, welche die aktuell übertragene Zeile zeigt, kann man erkennen, wie weit die Übertragung ist.

 

Der letzte Menüpunkt ist wohl selbsterklärend. Hier wird TKTerm, nach einer Sicherheitsabfrage, beendet.

 

 

Menüpunkt Einstellungen

 

Bei den Einstellungen befindet sich die Möglichkeit die Schnittstellenparameter, die Farben des Terminalfensters und die Gestaltung des Textcursors zu ändern. Des weiteren kann man die Farbgestaltung zurück setzen und die eingestellten Parameter in einer .INI-Datei speichern.

 

 

Mit dem Menüpunkt 'Schnittstelle' kann man die Baudrate und/oder den Com-Port einstellen.

 

 

Wird nach der Auswahl 'Ok' betätigt, werden die Ausgewählten Parameter sofort angewendet. Die aktuell eingestellten Werte werden in der Statuszeile des Terminal-Fensters angezeigt.

 

Wird Farben ausgewählt, kann man noch zwischen der Vordergrund- und der Hintergrundfarbe wählen. Wird eine neue Farbe ausgewählt, wird der Bildschirm gelöscht und der Cursor an die linke obere Ecke gesetzt. Aus diesem Grund sollte man die Farbauswahl nicht ändern, wenn zur Zeit ein Programm auf dem Mikrorechner läuft.

 

Der Punkt 'Bildschirmreset' ist sehr hilfreich, wenn man es geschafft hat durch Steuerkommandos den Bildschirm unlesbar zu machen. Hier werden die Bildschirm-Einstellungen auf Standard-Werte gesetzt, welche zuletzt gespeichert wurden. Wurden noch keine Werte gespeichert, wird hellgrau auf schwarz gewählt.

 

Ein interessanter Menüpunkt dürfte auch die Textcursorgestaltung sein. Hier kann man sich seinen Wunschcursor in vielfältigen Variationen einstellen. In der 'Vorschau' wird der Cursor mit der aktuellen Einstellung mit den eingestellten Farben dargestellt.

 

 

Im Bereich 'Blinkfrequenz des Cursors' kann man die Blinkgeschwindigkeit des Cursors einstellen oder sogar deaktivieren, wenn man einen permanenten Cursor wünscht. Durch die Hoch/Runter-Buttons kann man Blinkfrequenzen von 0,5 Hz bis hin zu 10 Hz auswählen. Ist die Auswahlbox für 'Blinken aktiviert' abgeschaltet, ist auch die Frequenzauswahl nicht möglich, da hier der Cursor dauerhaft gezeigt wird.

 

Im Bereich 'Gestaltung' wird der Grundaufbau des Cursors ausgewählt. Ist der erste Punkt 'Strich/Blockcursor' gewählt kann man mit der zusätzlichen Auswahlbox sich einen Blockcursor designen. Dies kann z.B. ein Cursor sein, wie er bei MS-Dos benutzt wurde z.B. mit 2 Linien, wie im Bild gezeigt, aber auch ein voller Block, wie er z.B. beim C64 oder Amstrad/Schneider CPC üblich war, ist möglich.

 

Wird die Cursor-Form 'Rechteck' gewählt, erscheint ein Rechteck als Cursor. Diese Art gab es z.B. beim SBC-Computer von Rolf-Dieter Klein mit RDK-Grundprogramm.

 

Die letzte Variante ist wohl jedem PC-Besitzer bekannt.

 

Hat man seinen Wunsch-Cursor gestaltet, wird dieser mit 'Ok' übernommen. 'Abbruch' hingegen verlässt nur das Fenster.

 

Sind alle Parameter eingestellt und sollen diese dauerhaft angewandt werden, so kann man die eingestellten Werte mit 'Einstellungen speichern' in eine .INI-Datei speichern. Diese Datei wird in dem Verzeichnis geschrieben, indem sich auch das gestartete TKTerm befindet. Beim nächsten Start von TKTerm werden die aktuell eingestellten Parameter sofort angewendet.

 

 

Menüpunkt Programm

 

Der wohl der wichtigste Menüpunkt des TKTerm ist das Programm-Menü. Hier hinter verbirgt sich der Programmeditor mit seinen ganzen Funktionen.

 

 

Der erste Menüpunkt ermöglicht es, den Editor anzeigen zu lassen oder, wenn der Editor schon sichtbar ist, ihn wieder zu verstecken. Werden Programme vom Mikrorechner in den Editor geladen, wird dieser automatisch dargestellt. Programme, die im Editor enthalten sind, bleiben beim Verstecken erhalten.

 

Soll ein Programm in den Editor geladen werden, so ist dies mit 'In den Editor laden' möglich.

 

Programme aus dem Editor werden mit 'Vom Editor holen' wieder in den Mikrorechner übertragen. Hierbei muss der Editor nicht zwingend sichtbar sein.

 

Es ist zu beachten, dass sich der BasicBeetle beim Up-/Download sich im Direktmodus befinden muss. Ansonsten ist eine Übertragung nicht möglich.

 

 

Der Programmeditor

 

Wer selbst Programme entwickeln möchte, der wird einen Programmeditor zu schätzen wissen. Hier stehen, neben den Editor an sich, einige Tools zur Verfügung, welche das Erstellen und Bearbeiten der Programme für den BasicBeetle erleichtern.

 

 

Der Editor an sich ist wenig Spektakulär. Wird im Editor die rechte Maustaste betätigt, erhält man die Clipboard Grundfunktionen. Hierdurch kann man Programmteile ausschneiden und an anderer Stelle wieder einfügen oder durch Copy & Paste die Programme von diesen Seiten in den Editor einfügen. 

 

 

Im Datei-Menü befinden sich Auswahlmöglichkeiten um Quelltexte vom PC in den Editor zu laden oder auf den PC zu speichern. Werden Quelltexte vom PC geladen, so wird ein evtl. vorhandener Editor-Inhalt überschrieben.

 

Der erste Menüpunkt löscht den Editor-Inhalt und ermöglicht die Eingabe neuer Programme.

 

 

Im Menüpunkt 'Tools' sind einige Werkzeuge zu finden, um das Programmieren ein wenig zu erleichtern.

 

 

Das Tool 'Umnummerieren' dürfte dann Interessant werden, wenn die Programmentwicklung abgeschlossen wurde und man das Programm 'sauber' nummeriert haben möchte.

 

Mit 'Startzeile' wird angegeben, mit welcher Zeilennummer die erste Zeile beginnen soll. Hierbei ist zu beachten, dass der BasicBeetle nur Zeilennummer bis 65535 verarbeiten kann. Das wird wichtig bei großen Programmen. Es muss nach der Umnummerierung die letzte Zeilennummer auch noch gültig sein.

 

Durch Schrittweite wird der Abstand zwischen den einzelnen Zeilennummern ausgewählt. Auch hier ist darauf zu achten, dass der Abstand nicht zu groß ist.

 

In der Regel kommt man mit den voreingestellten Werten ganz gut zurecht. Diese haben sich in der Praxis bewährt.

 

 

Möchte man Binärdaten in den Basic-Code einbauen, so kann der Data-Generator helfen. In 'Quelldatei' wird die gewünschte Datei auf dem PC gesucht und ausgewählt.

 

Um die DATA-Zeilen zu generieren hat man 2 Möglichkeiten. Entweder man gibt eine Zeilennummer an, aber der die Zeilen generiert werden sollen und ergänzt später das entsprechende Programm. Oder man wählt 'An aktuellen Code anfügen'. Hier werden die DATA-Zeilen an den schon vorhandenen Quelltext angehängt.

 

Zwischen den Zeilen wird automatisch ein Abstand von 10 angenommen.

 

 

Ein hilfreiches Tool für die Programmierung ist eine Zeichentabelle welche unter anderem diese hier darstellt. Es werden die Ascii-Zeichen von 32 bis 255 dargestellt. Will man ein Zeichen in den Quelltext übertragen, so reicht ein Doppelklick und das entsprechende Zeichen wird an die aktuelle Cursor-Position im Editor übertragen.

 

 

Im Menüpunkt 'Zielsystem' befindet sich die Möglichkeit den aktuellen Editor-Inhalt mit 'Zum Ziel senden' an den angeschlossenen Mikrorechner zu übertragen oder mit 'Vom Ziel holen' Programme vom Rechner in den Editor zu laden.

 

Möchte man die Farben des Editors ändern, so kann man dies mit den 'Einstellungen' tun.

 

 

Mit 'Schriftfarbe' und 'Hintergrundfarbe' kann man sich nun ein eigenes Farbschema gestalten. Sollen diese Farben dauerhaft beibehalten werden, so besteht die Möglichkeit mit 'Farben speichern' die Farbauswahl in die .INI-Datei zu speichern. Es wird dann das Farbschema des Editors beim nächsten Start von TKTerm wieder hergestellt.

 

 

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